Kryptonverbindungen. Krypton(II)-fluorid, KrF2 farbloser, sublimierbarer, tetragonaler Feststoff, der durch Einwirkung energiereicher Strahlung auf ein Kr-F2-Gemisch erhalten wird. Das KrF2-Molekül hat linearen Bau. Bei Zimmertemperatur erfolgt rascher Zerfall in die Bestandteile. KrF2 ist ein starkes oxidatives Fluorierungsmittel und vermag z. B. Chlor in Chlortrifluorid ClF3 oder Chlorpentafluorid ClF5 zu überführen. Mit einigen Lewis-Säuren bildet es Komplexsalze, z. B. KrF+[SbF6]- , KrF+[Sb2F11]- oder KrF+[AuF6]-, die oft stabiler sind als das KrF2.