phosphorige Säure, H3PO3, farblose, hygroskopische, wasserlösliche Kristalle; D. 1,651 g cm-3, F. 73,6 °C, Z. 200°C. Die Derivate der p. S. leiten sich von zwei tautomeren Formen ab.



Die freie Säure und die einfachen Salze enthalten tetraedrische Anionen mit einem unmittelbar an den Phosphor gebundenen Wasserstoffatom. Entsprechend ist die Säure nur zweibasig und bildet zwei Reihen von Salzen, primäre und sekundäre Phosphite. Dagegen lassen sich Ester von beiden Formen ableiten. Beim Erhitzen der p. S. erfolgt Disproportionierung zu Phosphorsäure und Phosphin: 4 H3PO3 → 3 H3PO4 + PH3. Man gewinnt p. S. durch Hydrolyse von Phosphortrichlorid: PCl3 + 3 H2O → H3PO3 + 3 HCl.