PTM-Effekt, Abk. für Post-Transition-Metall-Effekt; d-Block-Kontraktion. Der P. beschreibt, daß die Nichtmetalle der ersten langen Periode (Ga, Ge, As, Se, Br) oft nur thermodynamisch instabile Verbindungen in ihren maximalen Oxidationsstufen ausbilden. Der P. kann im wesentlichen auf die schlecht abgeschirmte Kernladung zurückgeführt werden, da vor diesen Nichtmetallen im Periodensystem erstmals die 3d-Niveaus besetzt werden (vgl. auch Lanthanoidenkontraktion). Aufgrund der relativ größeren Kontraktion, d. h. der größeren energetischen Absenkung des 4s-Orbitals im Vergleich zu den 4p-Orbitalen, wird die Energiedifferenz zwischen 4s und 4p größer als zwischen 3s und 3p. Daher ist z. B. HBrO4 weniger stabil als HClO4 und HIO4.