Vernickeln, das Überziehen von Metallgegenständen mit einer Nickelschicht als Korrosionsschutz und als Zwischenschicht für Chromauflagen, seltener aus dekorativen Gründen. V. wird entweder direkt oder nach dem Aufbringen einer Zwischenschicht aus Kupfer vorgenommen. Das galvanische V. erfolgt durch Elektrolyse unter Verwendung von Nickelanoden sowie von Nickel(II)-Salzen und Borsäure als Badelektrolyt. Beim chem. V. dient als Reduktionsmittel Natriumhypophosphit, das Bad enthält neben Nickel(II)-Salzen noch weitere Zusätze. Das zuerst abgeschiedene Nickel wirkt auf die weitere Reaktion katalysierend. Beim Spritzvernickeln werden Legierungen von Nickel in Pulverform mit einer Spritzpistole auf die Werkstücke aufgespritzt und auf die Schmelztemperatur der Legierung erhitzt, diese diffundiert z. T. in den Grundwerkstoff und bildet eine sehr fest haftende Schutzschicht.