easterly waves, African waves, Wellenstörungen in der tropischen Ostströmung, die an der äquatorwärtigen Flanke der subtropischen Hochdruckgebiete auftreten und von Osten nach Westen wandern. Sie erreichen im 700-500 hPa-Niveau ihre maximale Intensität und sind oft im Bodenluftdruckfeld kaum erkennbar. Auf der Vorderseite der Wellenstörung herrscht eine divergente Strömung vor, die mit Wolkenauflösung einhergeht ( Abb.). Auf der Rückseite dominieren konvergente Strömungen, die zu einer Labilisierung der Luft führen, hier können sich hoch aufreichende Cumulus- bzw. Cumulonimbuswolken bilden, die meist mit heftigen Gewitterniederschlägen verbunden sind. Über den tropischen Ozeanen können sich die easterly waves zu tropischen Zyklonen (tropische Depressionen) und tropischen Wirbelstürmen verstärken, wenn die Wassertemperaturen 26,5° C übersteigen und die Wellenstörung im 200 hPa-Niveau von einem ausgedehnten Höhentrog der außertropischen Höhenwestwindströmung überlagert wird.

Easterly waves, die sich über Afrika sehr regelmäßig südlich des Tschads bilden, werden auch als "African waves" bezeichnet. Sie wandern von dem Entstehungsgebiet breitenparallel in 10-15° nördlicher Breite westwärts über den afrikanischen Kontinent und den angrenzenden atlantischen Ozean. Einige Wellenstörungen, die den Atlantik überquert haben, erfahren in 60-80° westlicher Länge eine Intensivierung und wandern über die Halbinsel Yukatan auf das mexikanische Festland, wobei ihre breitenparallele Zugbahn rasch in eine längenparallele übergeht, die durch die Lage und Intensität des Bermudahochs in ihrem weiteren Verlauf bestimmt wird (Hurrikan).

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