Saltation, Sandtransport durch Wind, wobei die Sandkörner durch das Zusammenwirken von a) impakt auftreffenden Körnern, b) Windschub, c) Windsog und d) Auftrieb von der Sandoberfläche aufgenommen und dann mit der Windströmung auf parabelförmigen Flugbahnen transportiert werden. Die Wolke der saltierenden Körner (Saltationswolke) erreicht Höhen von 1-2 m, teilweise aber auch von bis zu 3 m über der Sandoberfläche. Die Sprunghöhe und -weite hängt dabei ab von Windgeschwindigkeit, Turbulenz, Korngröße und Kornform, aber auch von der Wirkung elektrostatischer Kräfte in der Saltationswolke sowie der Elastizität bzw. Weichheit des Untergrundes: über hartem, grobkörnigem Untergrund oder festgerütteltem, deflatiertem Sand springen Körner wesentlich weiter als über weichem, frisch akkumuliertem Sand. Theoretische Ableitungen, dass Körner gleicher Größe immer wieder ähnliche und sich wiederholende Sprungweiten haben und damit auch die Bildung von Windrippeln und Entstehung bestimmter Rippelwellenlängen bedingen sollten, erweisen sich angesichts der chaotisch-turbulenten Vorgänge in einer Saltationswolke als hinfällig. Beim Wiederaufprall der Sandkörner auf die Sandoberfläche übertragen sie einen Teil ihrer kinetischen Energie auf die liegenden Körner, die durch diesen Bewegungsimpuls ihrerseits in die Luft geschleudert werden oder aber in Reptation versetzt werden; ein Teil der Energie wird beim eigenen Abprall in Reibung (elektrostatische Aufladung) und Energie für den nächsten eigenen Sprung umgewandelt.

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