Zentrum-Peripherie-Modell, diese Modelle beschreiben Abhängigkeitsbeziehungen zwischen Zentren und Peripherie auf unterschiedlichen Maßstabsebenen. Auf der nationalstaatlichen Ebene bestehen solche Abhängigkeitsbeziehungen insbesondere zwischen Städten (Zentren) und benachbarten Regionen, meist ländlichen Räumen. Zentrum-Peripherie-Modelle werden daher insbesondere zur Erklärung räumlicher Disparitäten herangezogen. Im internationalen Kontext werden die industrialisierten Nationen der Nordhalbkugel als Zentrum und die unterentwickelten Nationen als Peripherie beschrieben. Allen Maßstabsebenen gemein ist die Tatsache, dass durch die wechselseitige Abhängigkeit von Zentrum und Peripherie die Entwicklung des Zentrums begünstigt und die der Peripherie verhindert oder zumindest verzögert wird. Der Begriff des Zentrum-Peripherie-Modells geht auf ein Modell aus den 1950er-Jahren zurück, der damit die Abhängigkeit der Industriegüter produzierenden und entwickelten Nationen von den unterentwickelten und Rohstoffe liefernden Nationen beschrieben hat ( Abb.).

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Zentrum-Peripherie-Modell: