Erdkrümmung, hat erheblichen Einfluß in der Fernerkundung. Infolge der Größe des Flächenäquivalents, das bei einer Fernerkundungsaufnahme aus dem Weltraum abgebildet wird, spielt der Einfluß der Erdkrümmung bei sämtlichen Überlegungen zur Bild- und Stereomodellgeometrie eine wesentliche Rolle. Er ist vergleichbar mit den Verhältnissen bei der Abbildung der Kugeloberfläche in die Landkartenebene. Um den Projektionsfehler des Einflusses der Erdkrümmung auf Lage- und Höhenwerte einfach darstellen zu können, kann die Auswerteebene im einfachen Fall als Tangentialebene im Nadirpunkt der Aufnahme angenommen werden.

Bei photographischen und optoelektronischen Scanneraufnahmen ergibt sich ein lateraler Verschiebungsbetrag ΔR, welcher durch die Beziehung:



bestimmt wird, wobei R der Radialabstand vom Nadirpunkt und H die Flughöhe der Aufnahmeplattform ist.

Der Einfluß der Erdkrümmung auf die Höhe wirkt sich durch den Höhenunterschied ΔH aus. Er wird beschrieben durch die Gleichung: