Eruptionssäule, Eruptionswolke, entsteht über dem Vulkanschlot bei einer explosiven Eruption (Vulkanismus). Die Eruptionssäule ist vertikal gegliedert in die untere Gasschubregion und den oberen konvektiven Teil (Vulkanismus Abb. 1). In der Gasschubregion bewegt sich eine heiße Dispersion aus Magmafetzen, Kristallen, Gesteinsbruchstücken und Gas nach oben. Dort werden große Mengen an Umgebungsluft eingesaugt und aufgeheizt. Als Folge hiervon expandiert die Dispersion, bis sie in den konvektiven Teil der Eruptionssäule übergeht, dessen Dynamik von Auftrieb und konvektiver Turbulenz gekennzeichnet ist. Die konvektive Eruptionssäule wächst bis zu einer Höhe, in der die Dichte der Dispersion derjenigen der Umgebungsluft entspricht. Die Eruptionswolke wird von den Winden der jeweiligen Atmosphärenstockwerke verdriftet.

Je größer die Mündungsgeschwindigkeit am Top des Vulkanschlotes ist, desto höher ist die Gasschubregion und desto mehr Umgebungsluft kann eingesaugt werden. Entsprechend weist die Dispersion im konvektiven Teil eine geringere Dichte auf und kann somit höher in der Atmosphäre aufsteigen. [CB]