Kluftrose, Richtungsrose, prozentuale graphische Darstellung einer beliebigen Anzahl von Kluftrichtungen. Der jeweilige Prozentanteil der gemessenen Klüfte wird auf einer, der Streichrichtung der Kluft entsprechenden Gradlinie einer Richtungsrose vom Kreismittelpunkt nach außen abgetragen. Die gemessenen Richtungswinkel werden zuvor in Intervalle eingeteilt, die sinnvollerweise bei 10º liegen. Für die Darstellung in der Richtungsrose wird entweder die Spannweitendarstellung gewählt, bei der die Strahlen die gesamte Intervallbreite einnehmen ( Abb. 1 ), oder man beendet die Strahlen in der Mitte des gewählten Intervalls ( Abb. 2 ). Im allgemeinen werden Streichrichtungen von Klüften in 180º-Richtungsrosen für die Winkel von 0º bis 180º dargestellt und die Graphik dann spiegelbildlich zu einer Richtungsrose von 360º ergänzt. Da die Darstellung in einer Kluftrose nur die Richtungshäufigkeiten des Streichens angibt, wird zur Darstellung des Streichens und Einfallens bzw. der geometrischen Beziehung zwischen den einzelnen Flächen das Schmidtsche Netz verwendet (Lagenkugelprojektion).


Kluftrose 1: gewogene tektonische Trennflächen, aufgegliedert nach ihrer Streichrichtung. Die Strahlen der Rose nehmen die gesamte Intervallbreite ein (Spannrahmen 180º, Spannweite der Größenklassen 10º, Grenzpunkte bei 4º/5º, 14º/15º, 24º/25º). Kluftrose 1:

Kluftrose 2: tektonische Trennflächen, aufgegliedert nach ihrer Streichrichtung. Die Strahlen der Rose enden in der Mitte des jeweiligen Intervalls (Mittellage) (Spannrahmen 180º, Spannweite der Größenklassen 10º, Grenzpunkte bei 4º/5º, 14º/15º, 24º/25º). Kluftrose 2: