Lehmann, Edgar, deutscher Geograph und Kartograph, * 25.3.1905 Berlin, † 24.11.1990 Ladenburg (während einer wissenschaftlichen Tagung). Er trat 1930 nach einem Geographiestudium in Berlin in das Bibliographische Institut Leipzig ein; 1932 bis 1952 als Leiter der kartographischen Abteilung verantwortlicher Herausgeber von Atlanten wie "Großer Weltatlas" (1933), "Haus Atlas" (1935), "Meyers Universal-Atlas" (1936) sowie "Atlas des deutschen Lebensraumes in Mitteleuropa" (mit N. Krebs, 1937-42, unvollendet). Lehmann war seit 1950 Direktor des Deutschen Instituts für Länderkunde, das seit 1968 weitergeführt wurde als Institut für Geographie und Geoökologie der Akademie der Wissenschaften der DDR; Herausgeber von "Weltatlas - Die Staaten der Erde und ihre Wirtschaft" (1952), Historische Kartenwerke von Indien und Westeuropa (1958 und 1960) und "Atlas der DDR" (1976, 1981); 1952 Habilitation und Professur an der Universität Leipzig, von 1960 bis 1967 Direktor des Geographischen Instituts; 1961 ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR, Vorsitzender der Klasse Umwelt; Mitglied und langjähriger Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig; Chairman der Kommission für National- und Regionalatlanten der IGU 1972-76; 1983 Nationalpreis 2 der DDR im Kollektiv, 1989 als erster Geowissenschaftler Ehrenspange der Akademie der Wissenschaften der DDR. Lehmann hat Zeit seines Lebens versucht, das Wesen der Landschaften auf historisch-geographischer Grundlage zu erfassen und durch räumliche Visualisierung deren Totalcharakter in thematischen Karten auszudrücken, um damit den Bildungsauftrag der Geowissenschaften zuerfüllen. [WSt]