pyroklastischer Strom, turbulent bis laminar fließende, dichte Dispersion aus heißem Gas, Magmafetzen bzw. Lavafragmenten, Kristallen und ggf. Gesteinsbruchstücken, die sich der Topographie folgend auf der Landoberfläche bewegt ( Abb.). Pyroklastische Ströme können a) durch den (Teil-) Kollaps von Eruptionswolken entstehen, wobei die noch schmelzflüssigen bzw. bereits zu Glas erstarrten Magmafetzen i.d.R. stark aufgeschäumt sind (Bims). Es entstehen bimsreiche Ströme, deren Ablagerungen als Ignimbrite bezeichnet werden. b) Sie können auch die Folge einer Explosion oder eines gravitativen Kollapses von SiO2-reichen Lavadomen und Lavafronten sein. Hierbei entstehen Block-und-Asche-Ströme, deren Ablagerungen als Block-und-Asche-Strom-Ablagerungen bezeichnet werden.


pyroklastischer Strom: Aufbau und Ablagerungen eines pyroklastischen Stromes. Der pyroklastische Strom (2) ist in eine Aschewolke (3a, 3b) eingehüllt, die aus aufgeheizter Luft und aus dem Strom entweichenden Aschepartikeln und heißem Gas besteht. An der Stromfront können ebenfalls Gas und Asche herausschießen und eine z.T. schräggeschichtete basale Lage bilden (Ground-surge-Ablagerung, 1). Auf der massigen Stromablagerung (2) sedimentiert nach und nach die Aschewolke als feine Fallablagerung (3b). Durch seitliche Strömungen an der Basis der Aschewolke können Ash-cloud-surge-Ablagerungen entstehen (3a). pyroklastischer Strom: