Topographie, 1) Kartographie: aus den griechischen Worten topos=Ort und graphein=Beschreibung abgeleitet, umfaßt der Begriff Topographie die Ortsbeschreibung -dieLehre vom begrifflichen und meßtechnischen Erfassen, analogen und digitalen Modellieren und Darstellen des Georaumes, seiner Objekte und ihrer Bezüge (z.B. topographische Objekte, Reliefformen). Die Topographie ist ein Teilgebiet des Vermessungswesens, das genaue Kenntnisse über das Relief, seinen Formenschatz und den darauf befindlichen natürlichen und anthropogenen Geo-Objekten erfordert (topographische Objekte). Sie sind Voraussetzung für das begriffliche Erfassen des Geo-Raums. Für die meßtechnische Erfassung werden Meßmethoden der Geodäsie, Photogrammetrie, Fernerkundung und Hydrographie eingesetzt (topographische Aufnahme). Ergebnis sind digitale Geodaten, die die Landschaft und ihre Objekte in diskretisierter Form beschreiben. Sie werden zu einem umfassenden digitalen Datenmodell aufbereitet (ATKIS), das den Kern eines topographisch-kartographisch ausgerichteten Geoinformationssystems bildet. Es ist digitale Basis für die automatisierte Herstellung topographischer Karten und/oder die Integration weiterer fachspezifischer und anwendungsbezogener Daten, auch aus anderen Disziplinen. Weitere Kenntnisse über Methoden und Verfahren der Informatik sind dafür unerläßlich. 2) Klimatologie:a)absolute Topographie: Teilergebnis der Wetteranalyse, Isohypsen-Darstellung des Geopotentials d.h. der Höhenlage einer Hauptdruckfläche als Bezugsniveau für eine Höhenwetterkarte (Wetterkarte); b)relative Topographie: vertikaler Abstand zweier Druckflächen (z.B. 850 hPa und 500 hPa) in geopotentiellen Metern. Der Wert der relativen Topographie ist auch ein Maß für die zwischen den Druckflächen herrschende Schichtmitteltemperatur. Großer Abstand bedeutet höhere, geringer Abstand niedrigere Temperatur. Die Kartierung der relativen Topographie stellt die horizontale Projektion des dazugehörigen Temperaturfeldes dar.