Viskosität, Zähigkeit, Grundbegriff der Rheologie. Dieser Parameter beschreibt die innere Reibung bei laminarer Strömung in fließfähigen Medien. Die dynamische Viskosität η wird durch die Beziehung:

τ=η·dv/dz

mit der Scherspannung τ und dem Geschwindigkeitsgradienten dv/dz verknüpft. Die Einheit der dynamischen Viskosität η ist Pascal·Sekunde (Pa·s=N·s/m2=kg/(m·s)). Die kinematische Viskosität ν leitet sich aus dem Quotienten der dynamischen Viskosität η und der Dichte ρ ab:

ν=η/ρ.

Ist die dynamische Viskosität η unabhängig vom Geschwindigkeitsgradienten, so besteht zwischen der dynamischen Viskosität und der Scherspannung eine lineare Beziehung und man spricht von einer Newtonschen Flüssigkeit.

Die dynamische Viskosität für fließfähige Medien überspannt einen sehr weiten Wertebereich: Luft 10-5 Pa·s, Wasser 10-3 Pa·s, Eis 1010 Pa·s, Salz 1017 Pa·s und Granit 1020 Pa·s. Die Viskosität ist sehr stark von der Temperatur abhängig und spielt eine große Rolle bei Konvektionsbewegungen im Erdmantel sowie auch beim Absinken von Partikeln in Gewässern.