cartesischer Dualismus, cartesianischer Dualismus, E Cartesian dualism, eine substanzdualistische Position (Dualismus), derzufolge Körper und Geist zwei verschiedene und unabhängig voneinander existierende Substanzen sind, die kausal miteinander wechselwirken. Nach Descartes (1595-1650) ist eine unausgedehnte immaterielle Substanz (res cogitans) Träger der mentalen Vorgänge, während eine des Denkens unfähige materielle Substanz (res extensa) allen körperlichen Prozessen zugrunde liegt. Da bislang niemand eine plausible Antwort auf die Frage anbieten konnte, wie man sich die - von Descartes in der Zirbeldrüse (Epiphyse) angesiedelte - kausale Interaktion zwischen den beiden disparaten Substanzen zu denken habe, war mit dem interaktionistischen Dualismus ein Problem aufgeworfen, das die Philosophie des Geistes bis heute beschäftigt (Leib-Seele-Problem).