Dualismus, Zweiheitslehre, ontologischer Dualismus, E dualism, Bezeichnung für Positionen, die zur Erklärung der Phänomene ihres Gegenstandsbereichs genau zwei fundamental verschiedene Arten von Substanzen, Prinzipien oder Eigenschaften postulieren, während monistische Theorien (Monismus) behaupten, alles auf eine Art von Entitäten zurückführen zu können. Die beiden prominentesten Vertreter dualistischer Leib-Seele-Theorien sind Platon und Descartes. Platon zufolge sind Lebewesen aus einem vergänglichen Körper und einer unsterblichen Seele zusammengesetzt, wobei die Seele zugleich Lebensprinzip und eigentliches Selbst des Lebewesens ist. Descartes unterscheidet zwischen einer des Denkens unfähigen materiellen Substanz und einer nicht-ausgedehnten immateriellen Substanz, deren Charakteristikum es ist, bewußte kognitive Zustände zu haben (cartesischer Dualismus). Im 20. Jahrhundert ist an die Stelle der alten Monismus-Dualismus-Kontroverse (Leib-Seele-Problem) eine neue Debatte getreten; sie findet innerhalb des physikalistischen Lagers zwischen eigenschaftsphysikalistischen und eigenschaftsdualistischen Ansätzen statt (nichtreduktiver Physikalismus). Emergentismus.