GABA s [Abk. für E gamma-aminobutyric acid], γ-Aminobuttersäure, Gamma-Aminobuttersäure, E GABA, H2N-CH2-CH2-CH2-COOH, eine nicht proteinogene Aminosäure, die der wichtigste inhibitorische Neurotransmitter an Synapsen im Zentralnervensystem ist; rund 30% aller Synapsen im menschlichen Gehirn werden durch GABA gesteuert. GABA wird daher auch therapeutisch zur Behandlung von Epilepsien eingesetzt. - GABA entsteht im γ-Aminobuttersäure-Weg, einem Nebenweg des Citratzyklus, durch Decarboxylierung von Glutamat (Glutaminsäure) und wird durch Transaminierung sowie anschließende Oxidation wieder abgebaut ( siehe Abb. ). GABA wird in Nervenzellen wie Glutamat aus dem Axoplasma in Speichervesikel aufgenommen, die bei der Exocytose mit der präsynaptischen Membran verschmelzen. - Man unterscheidet drei Haupttypen von GABA-Rezeptoren: GABAA, GABAB und GABAC. Pharmakologisch wichtig ist der GABAA-Rezeptor. Das Benzodiazepin Diazepam verstärkt durch Bindung an GABAA-Rezeptoren den GABA-induzierten Einstrom von Chlorid-Ionen, was zu einer Depolarisation der Zellmembran führt. - Bei Krebstieren wirkt GABA auch an neuromuskulären Synapsen (motorische Endplatte). Nach neueren Erkenntnissen spielt GABA auch bei Wirbeltieren eine Rolle außerhalb des Zentralnervensystems, z.B. bei Entwicklungsvorgängen - belegt durch Mißbildungen nach Ausfall der GABA-Wirkung bei Mäusen. Arecaalkaloide, biogene Amine, GABA-Rezeptoren.

Bei vielen Gastropoden kann GABA in allen Ganglien des adulten Zentralnervensystems immunhistochemisch nachgewiesen werden (Buccal-, Cerebral-, Pedal-, Pleural-, Parietal- und Visceralganglion). Embryonal fehlt dieser Neurotransmitter. Die positive Reaktion der cerebralen A-Interneurone (Cr-Aint) deuten auf eine Beteiligung von GABA in den neuronalen Netzwerken hin, die mit der Koordination des Beutefangs in Verbindung gebracht werden. Bei der kommerziellen Gastropoden-Zucht wird GABA zur Induktion der larvalen Metamorphose eingesetzt.



GABA

Stoffwechselkreisläufe von γ-Aminobuttersäure an einer GABA-ergen Synapse