gap junction [E], Nexus, der metabolischen Kooperation von Zellen dienender Typ von Zellkontakt, der in fast allen tierischen Geweben vorhanden ist und durch den Moleküle bis zu einer relativen Molekülmasse von ca. 800 bis 1500 ungehindert passieren können. Gap junctions sind besondere Membran-Bereiche, die oligomere Proteine enthalten (Connexons), deren Untereinheiten (Connexine, Molekülmasse ca. 27000) hexagonal angeordnet sind und die einen zentralen Kanal mit ca. 1,5 nm Durchmesser umgeben. Der Abstand der einzelnen Kanäle voneinander beträgt etwa 8 nm. In den gap junctions liegen die Plasmamembranen der beteiligten Zellen nicht aneinander, sondern sind durch einen Abstand [E gap] von ca. 2 bis 4 nm voneinander getrennt, so daß auch relativ große Moleküle leicht passieren können ( siehe Abb. ). Im Nervensystem spielen gap junctions in der Kommunikation von Astrocyten bzw. Nervenzellen eine wichtige Rolle. In der Ontogenese sind neuronale Vorläuferzellen stark über gap junctions gekoppelt. Reife Nervenzellen im Gehirn von Säugetieren besitzen dagegen relative selten gap junctions in Form von elektrischen Synapsen. Zellkommunikation, Ionenkanäle.



gap junction