Meningeom s [von griech. menigx, Genitiv meniggos = Hirnhaut], Meningiom, E meningeoma, ein meist benigner (gutartiger), von den Deckzellen der Arachnoidea ausgehender, mesenchymaler Tumor, der meist verdrängend gegen das Hirngewebe (seltener das Rückenmark) vorwächst. Er ist oft an der Falx cerebri (Falxmenigeom), der Olfactoriusrinne (Olfactoriusmeningeom), am Keilbeinflügel (Keilbeinflügelmeningeom) oder am Kleinhirnbrückenwinkel (Facialis, Kleinhirnbrückenwinkelsyndrom) lokalisiert. Die histologisch benignen Varianten bestehen aus großen Zellen und gefäßreichem Bindegewebe mit typischen Psammomkörperchen. Hauptvertreter ist das meningeomatöse Meningeom (bis zu 90% aller Meningeome), weitere benigne Formen sind transitionales, fibroblastisches und angioblastisches Meningeom. Ca. 15% der Meningeome sind semimaligne, ca. 5% maligne mit sarkomatös entarteten Zellen und infiltrativem Wachstum. Oft sind epileptische Anfälle das erste Symptom; ansonsten hängt die Symptomatik von der Lokalisation des Tumors ab.