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Lexikon der Neurowissenschaft

Meskalin

Meskalin s [von aztekisch mexkalli = Tequila (berauschendes Getränk aus Kakteen) über spanisch mexcal], Mescalin, 3,4,5-Trimethoxyphenylethylamin, Abk. MES, E mescaline, eine psychedelisch-halluzinogene Droge (Halluzinogene) aus mexikanischen Kakteen (Lophophora williamsii;Peyote-Kaktus), die früher bei religiösen Feiern verwendet wurde (mexikanische Zauberdroge Peyotl). Für den Rauschzustand (Euphorie und Farbvisionen) sind etwa 0,2 bis 0,5 g Meskalin erforderlich. Meskalin und verwandte Phenylethylamine zeigen Strukturähnlichkeit mit Dopamin ( siehe Abb. ) und wirken als Partialagonisten an 5-HT2-Rezeptoren (Serotoninrezeptoren), v.a. im catecholaminergen Locus coeruleus und Cortex. Außerdem wirkt Meskalin als Glutaminsäure-Agonist im Cortex. Wegen seiner serotonergen Wirkung wurde Meskalin auch zur Therapie der Depression und von Psychosen eingesetzt, später jedoch durch andere Substanzen ersetzt. Rauschgifte.



Meskalin

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