Monismus m, Einheitslehre, Identismus, E monism, Auffassung, die die Vielfalt eines Gegenstandsbereichs auf nur eine Art von Eigenschaften, Substanzen oder Prinzipien zurückführt. Die Philosophiegeschichte kennt mehrere Probleme, bei deren Lösung monistische und dualistische Positionen (Dualismus) miteinander konkurrieren. So entwarf La Mettrie in Abgrenzung zum cartesischen Dualismus ein materialistisch-mechanistisches Bild vom Menschen, während Berkeley eine spiritualistische Variante erprobte, derzufolge alle mentalen und physischen Phänomene lediglich Vorstellungen im Geiste Gottes sind. Der von Mach, James und zeitweise auch von Russell vertretene neutrale Monismus behauptet, daß sich die ganze Wirklichkeit auf nur eine Sorte von Elementen, nämlich Empfindungen, zurückführen lasse; diese werden jedoch weder als geistige noch als materielle Entitäten angesehen. Im anomalen Monismus Davidsons verbindet sich der ontologische Monismus mit einem begrifflichen Dualismus, indem Mentales und Physisches als zwei einander irreduzibel gegenüberstehende Formen der Beschreibung und Erklärung ein und derselben Objekte und Ereignisse aufgefaßt werden (nichtreduktiver Physikalismus). Geist und Gehirn.