photosensitive Epilepsie w, photosensible Epilepsie, Abk. PSE, E photosensitive epilepsy, durch visuelle Reize (meistens Lichtblitze) auslösbare Epilepsie, der wahrscheinlich eine Störung des reticulo-thalamo-corticalen Projektionssystems zugrundeliegt. Etwa 0,8% aller Kinder im Alter zwischen 4 und 14 Jahren leiden darunter; die Anzahl an diagnostizierten Fällen ist in den vergangenen Jahrzehnten aufgrund der wachsenden Beliebtheit von grellen und schnellen Videospielen, die derartige Anfälle hervorrufen können, stark angestiegen. Bei den meisten Jugendlichen verschwindet die PSE in den späten Teenagerjahren wieder. Messungen der Gehirnaktivität mittels Elektroencephalogramm zeigten, daß neben der Geschwindigkeit des Wechsels von Lichtreizen auch die Stärke des Kontrasts wichtig ist; bei PSE-Patienten stieg mit zunehmendem Kontrast die Gehirnaktivität wesentlich stärker als bei der gesunden Kontrollgruppe an. Photosensibilität.