präfrontaler Cortex, Abk. PFC, E prefrontal cortex, der Teil des Neocortex, der das frontale Ende des Säugetier-Telencephalons bildet, d.h. der am weitesten vorne liegende Teil des Frontallappens, und sich vor dem sensomotorischen Cortex befindet. Er besteht aus dem stirnwärts gelegenen Pol des Gehirns (Brodmann-Areale 9, 10, 46), aus einem auf dem Augendach (Orbita) liegenden Teil, dem Orbitallappen (Brodmann-Areale 11, 12; orbitofrontaler Cortex) und medianen Feldern (Brodmann-Areal 32), die gelegentlich auch zum vorderen Gyrus cinguli gezählt werden. Der PFC beinhaltet reziproke Verbindungen zum Thalamus und limbischen System sowie konvergente Projektionen sensorischer Areae. Innerhalb der Primaten erreicht er beim Menschen sein größtes Volumen. Der präfrontale Cortex ist verantwortlich für höhere kognitive Prozesse (Kognition; siehe Zusatzinfo ) unter Einbezug des individuellen emotionalen Zustands (Emotionen) und besitzt eine große Bedeutung für die Persönlichkeitsstruktur; Schäden in diesem Gebiet führen weniger zu Intelligenzdefiziten als zu Persönlichkeitsveränderungen. Assoziationscortex, Persönlichkeit und Personalität, Zwangsstörungen (Zusatzinfo 2).

präfrontaler Cortex

Der frontopolare präfrontale Cortex (Abk. FPPC) ist aktiv, wenn Menschen etwas planen oder komplexe Probleme lösen. Man kann ihn als Organisator für Zeit und Ressourcen des Gehirns ansehen, da er eine Liste der zu erledigenden Aufgaben führt und Prioritäten setzt. Dies ist für jede Art der gleichzeitigen Erledigung von Aufgaben (z.B. gleichzeitig Auto fahren und sprechen) wichtig. Diese Fähigkeit wird auch als "Verzweigen" bezeichnet.