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Lexikon der Psychologie

Interesse

Interesse, Disposition für Einstellungen und Verhaltenstendenzen, die auf Gegenstände, Tätigkeiten, Erlebnisse und Lebensbereiche (z.B. Freizeit) gerichtet sind und interindividuell variieren (z.B. geistige, berufliche oder künstlerische Interessen; intrinsische Motivation). Zu den "klassischen" Interessenbereichen zählen Musik, Kunst, Architektur, Politik, Handel, Literatur, Erziehung, Medizin, Kommunikationstechnologie, Naturwissenschaft, Biologie, Natur/Landwirtschaft, Ernährung, Mode, Sport, Unterhaltung (nach der Zusammenstellung in GIS: Generelle Interessen-Skala, die einen Überblick über die Breite und Intensität individueller Interessen ermöglicht, normiert für die Altersstufe 13 – 18). Auf diese Gegenstände und Bereiche richten wir unsere besondere Aufmerksamkeit und emotionale Anteilnahme. Die Interessen verschieben sich im Lauf der Zeit bzw. des Alters und sind vielfältig verzahnt. Gleiche Interessen führen zu Interessen- und Freundschaftsgruppen (Clique) und zu informalen Arbeitsgruppen. Interessen- oder Freudeverlust an Aktivitäten die normalerweise angenehm waren, sind ein Symptom von Depression. Zur Prüfung der Interessen sind Interessentests entwickelt worden, wie z.B.
- die Jahre beiderlei Geschlechts; – der DIT (Differentieller Interessentest) zur Erfassung von Berufs- und Freizeitinteressen von Jugendlichen. Der Test umfaßt vier Kategorien von "Materialarten": Tätigkeiten, Berufe, Bücher und Zeitschriften;
- der AIST/UST (Allgemeiner Interessen-Struktur-Test/Umwelt-Struktur-Test) zur Erfassung schulisch-beruflicher Interessen (Berufsorientierung, Berufsentscheidung, innerbetriebliche Laufbahn- und Personalentscheidungen);
- der BIT II (Berufs-Interessen-Test II) zur Einschätzung der beruflichen Interessen in der Berufsberatung und Eignungsdiagnostik;
- das GBII (Geist-Bilder-Interessen-Inventar), ein Interessentest mit stark motivierendem Aufforderungscharakter – bedingt durch viele Zeichnungen und Bilder – als Grundlage zur Berufsberatung und zur Ermittlung des Grades der Berufswahlreife für Jugendliche von 14-16 Jahren, die sich im "Berufswahlalter" befinden.

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