In wohl nahezu allen Sprachen ist im Laufe der zurückliegenden Jahrzehnte die Abkürzung NASA zu einem festen Begriff für den Vorstoß des Menschen in den Weltraum geworden. Die National Aeronautics and Space Administration, vom amerikanischen Steuerzahler finanziert, hat wie kaum eine andere staatliche Einrichtung weltweit seit einem halben Jahrhundert nachhaltig Wissenschaft und Technik geprägt und verändert. Ihre »Geburtsurkunde «, der vom Präsidenten der USA, Dwight D. Eisenhower unterzeichnete National Aeronautics and Space Act, wurde am 29. Juli 1958 veröffentlicht; ihre Tätigkeit nahm die NASA am 1. Oktober 1958 auf. Wie keine andere Institution hat die NASA in Astronomie und Weltraumforschung Maßstäbe gesetzt und dabei fast das gesamte Sonnensystem erschlossen. Eine umfassende Würdigung würde Bände füllen. Spektakuläre Erfolge wurden mit Raumfahrzeugen erzielt, die Menschen in den erdnahen Weltraum und später zum Mond transportierten. Diese Missionen überstrahlten die anderen Unternehmungen der NASA. Hier möchte ich daher hauptsächlich ein Kapitel aus der Vergangenheit betrachten, das fast schon in Vergessenheit geraten ist: Wie begann eigentlich die Erkundung des Mondes sowie der Nachbarplaneten Venus und Mars durch unbemannte Raumsonden?