Wie ein riesiger weißer Vogel nähert sich der Segler dem Strand. Er ist größer als jedes Kanu, das Te Horeta je gesehen hat. Der staunende Junge und sein Maori-Klan sammeln Herzmuscheln auf der Nordinsel Neuseelands, als die "Endeavour" im Herbst 1769 den Anker setzt. Seit mehr als sechs Jahrhunderten hat hier niemand mehr ein Schiff gesehen, das sich vom offenen Ozean der Insel nähert. Die Ältesten überlegen, ob das Ungetüm aus der Geisterwelt kommt. Als bleichhäutige Männer aus seinem Bauch klettern und in einem kleinen Boot mit dem Rücken zum Land auf die Küste zurudern, nicken die Weisen: "Ja, es ist so: Diese Kreaturen sind Kobolde, sie haben die Augen im Hinterkopf."

Zunächst geben sich die Kobolde harmlos. Sie suchen Austern und andere Nahrung, sammeln Muscheln und Blumen, klopfen auf Steine und lassen sie in Beutel verschwinden. "Wir strichen über ihre Kleider und erfreuten uns am Weiß ihrer Haut und an den blauen Augen, die manche hatten", wird Te Horeta später den Kolonialherren erzählen, die seinen Bericht aufzeichnen …