Sie betrachten in einer Sommernacht einen Stern, von dem Sie gehört haben, dass ihn ein Planet umkreist. Zwar können Sie den Planeten selbst nicht sehen, doch Sie wissen, dass er um ein Mehrfaches größer ist als die Erde. Wie diese besteht er hauptsächlich aus Gestein und ist in weiten Teilen von Ozeanen bedeckt. Manchmal erschüttern Beben seine Oberfläche. Die Atmosphäre unterscheidet sich nicht allzu sehr von der Luft, die Sie selbst atmen; häufig toben Stürme, ab und zu wird der Himmel von vulkanischer Asche verdunkelt. Forscher halten dort Leben für möglich – und suchen nach Hinweisen darauf.

Reine Sciencefiction? Noch – aber das Szenario könnte schon in diesem Jahrzehnt Wirklichkeit werden. Zwar sind die meisten der über 500 bislang aufgespürten extrasolaren Planeten Gasriesen, die eher dem Jupiter ähneln; doch nun finden Astronomen auch Himmelskörper, die eher der Erde entsprechen. Und das im März 2009 gestartete Kepler-Weltraumteleskop der NASA wird noch viele weitere entdecken …