Im Jahr 1995 gelang zwei Wissenschaftlerteams unabhängig voneinander die Entdeckung eines jupitergroßen Planeten um den Stern 51 Pegasi. Seitdem vergrößerte sich die Anzahl der mit verschiedenen Methoden aufgespürten Exoplaneten auf mehr als 450 Exemplare. Einige von ihnen nehmen für irdische Beobachter eine so günstige geometrische Konstellation ein, dass sie einmal pro Umlauf um ihr Muttergestirn direkt vor dessen winziger Scheibe vorbeiziehen. Dabei verringert sich die von der Erde aus gemessene Helligkeit für einige Stunden um ungefähr ein Prozent. Im Jahr 2000 gelang Astronomen erstmals die Beobachtung eines solchen Transits, und zwar um den Stern HD 209458. Heute zählt man 79 Sterne, deren periodische Lichtabfälle von der Passage eines planetaren Begleiters herrühren. Dank solcher Transitplaneten erfuhren Astronomen in den letzten Jahren auf der einen Seite viel über die strukturelle und atmosphärische Zusammensetzung dieser Welten. Auf der anderen Seite gewannen sie auch Aufschlüsse über die Oberflächen der während des Transits teilweise verdeckten Sterne. Auch ließ sich in einigen Fällen die geometrische Ausrichtung der Rotationsachse eines bedeckten Sterns in Bezug auf die Bahnebene des Planeten ermitteln. Die Entdeckung von Monden um Transitplaneten, der so genannten Exomonde, steht noch aus, ebenso der Nachweis chemischer Signaturen von Leben in den Atmosphären von Transitplaneten. Beides notieren die Astronomen an hoher Stelle auf ihrer Agenda, und sie analysieren dies derzeit mit Hilfe theoretischer Modelle.