Menschen, die sich selbst zu füllig finden, haben eher gesundheitliche Probleme. Das gilt selbst dann, wenn die Betreffenden gar nicht übergewichtig sind, wie Wissenschaftler um Michael Daly vom University College in Dublin berichten. Sie verfolgten über sieben Jahre hinweg den Gesundheitszustand von mehr als 3500 erwachsenen US-Amerikanern. Wer mit seiner Figur unzufrieden war, bei dem verstärkten sich in der Folge Entzündungsmarker und Indizien für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, so das Ergebnis der Untersuchung. Auch subjektiv fühlten sich die betreffenden Probanden schlechter als jene, die ihr Gewicht in Ordnung fanden.

Als Ursache für ein erhöhtes Krankheitsrisiko lässt sich der kritische Blick aufs eigene Gewicht anhand dieser Befunde allerdings nicht interpretieren. Um andere mögliche Einflüsse auszuschließen, berücksichtigten die Forscher in ihrer Analyse zwar verschiedene Risikofaktoren, darunter den Body Mass Index. Dennoch sei es etwa denkbar, dass Stress oder Bewegungsmangel das Körpergefühl und die Gesundheit gleichermaßen schwächen.