Kein anderes Rauschmittel ist gesellschaftlich so umstritten wie Cannabis. Einerseits steht es im Ruf, relativ harmlos zu sein und kaum abhängig machen. Andererseits ist das Risiko, eine Sucht zu entwickeln, heute viel größer als in früheren Generationen. Das liegt unter anderem daran, dass Cannabispflanzen mehr von dem berauschenden Wirkstoff THC enthalten. Außerdem rauchen Jugendliche ihren ersten Joint immer früher – im Schnitt mit rund 15 Jahren.
Aus Cannabis werden Haschisch und Marihuana gewonnen, die am häufigsten konsumierten illegalen Drogen. Ihr Gebrauch war in Deutschland zuletzt zwar leicht rückläufig, so steht es im Sucht- und Drogenbericht 2013. 4,5 Prozent der Erwachsenen zwischen 18 und 64 Jahren haben demnach im vergangenen Jahr Cannabis konsumiert. Bei jungen Erwachsenen steigt der Konsum dagegen wieder an.
Grundsätzlich kann man gelegentlich Haschisch und Marihuana gebrauchen, ohne abhängig zu werden. Dies anzuerkennen ist entscheidend, wenn man die Konsumenten fair behandeln und von ihnen ernst genommen werden will. Trotzdem sollte sich niemand einbilden, den Konsum jederzeit unter Kontrolle zu haben. Denn es gibt kein Rauschmittel ohne Suchtpotenzial …