Acht Planeten bevölkern unser Sonnensystem. Die vier innersten sind terrestrische, also erdähnliche Himmelskörper: Merkur mit seiner an den Mond erinnernden Oberfläche, die Venus mit ihrem ausgeprägten Treibhauseffekt, dann natürlich die Erde mit ihren Bewohnern sowie der Mars mit seinen erloschenen Vulkanen und ausgetrockneten Flussbetten. Jenseits des Asteroidenhauptgürtels kreisen die Gasriesen: Jupiter mit seinem Großen Roten Fleck, Saturn mit seinen Ringen sowie die beiden etwa gleich großen Gasplaneten Uranus und Neptun, deren Atmosphären im Teleskop eher eintönig erscheinen.

Auch um andere Sterne kreisen Planeten. Seit im Jahr 1995 der erste Exoplanet bei einem sonnenähnlichen Stern gefunden wurde, haben Astronomen fast 2000 weitere entdeckt – sie alle sind in der Datenbank www.exoplanets.eu verzeichnet. Die meisten von ihnen entpuppten sich allerdings als unbewohnbare Gasriesen, deren hohe Temperaturen denen der kühlsten Sterne nahe kommen. Viele von ihnen umkreisen ihr Zentralgestirn auf extrem engen Bahnen, so dass ein Umlauf nur wenige Erdentage dauert.

Stetig verbesserte Beobachtungstechniken zeigten bald, dass dies auf einen Auswahleffekt zurückzuführen ist. Die meisten erdgebundenen Suchprogramme verwenden die Radialgeschwindigkeitsmethode: Sie nutzen den Umstand, dass die Sterne infolge der Gravitationswirkung ihrer Planeten ein wenig hin- und hertaumeln. Eng kreisende Riesenplaneten von der Größe unseres Jupiters lassen ihren jeweiligen Zentralstern dabei heftiger taumeln als massearme Planeten oder Gasriesen in größerem Abstand.