Regelmäßige Saunabäder sind nicht nur eine gute Prophylaxe gegen Herz-Kreislauf-Probleme. Langfristig könnten sie sogar eine Demenz verhindern, glauben Forscher um Tanjaniina Laukkanen und Kollegen von der Universität Ostfinnland. In den Jahren 1984 bis 1989 hatten die Forscher erste Daten von regelmäßigen Saunagängern erhoben. Dabei ermittelten sie, wie oft, wie lange und bei welcher Temperatur die Befragten ein Schwitzbad nahmen, sowie Angaben zu Gewicht, körperlicher Aktivität und bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Knapp 20 Jahre später nahmen die Wissenschaftler ihre 2315 Probanden ein zweites Mal unter die Lupe. Das Ergebnis: Mit der Zahl der Saunabäder sank die Wahrscheinlichkeit, in den Folgejahren an einer Demenz zu erkranken. In der Gruppe der häufigen Saunagänger (vier- bis siebenmal wöchentlich!) hatten innerhalb von zwei Jahrzehnten nur vier Prozent der Befragten eine Demenz entwickelt; hingegen zehn Prozent unter jenen, die nur einmal wöchentlich schwitzten. Der Schutzeffekt blieb auch dann bestehen, wenn Laukkanen und ihr Team andere Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel, Vorerkrankungen oder Zigarettenkonsum berücksichtigten.

Da schwache Blutgefäße die kognitive Leistung mindern und eine Demenz begünstigen, halten die Forscher einen kausalen Zusammenhang für möglich. Ein traditionelles finnisches Saunabad, typischerweise bei trockener Luft und etwa 80 Grad Celsius, erzeuge Entspannung und Wohlgefühl, senke das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und fördere die Durchblutung. In Kombination mit einem entspannten Lebensstil könnte das neurodegenerativen Krankheiten wie Demenz vorbeugen.