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Gehirn

Das Versteckspiel der Intelligenz

Bisher konnten Forscher keine speziellen Gene für Intelligenz aufspüren. Dennoch ist Begabung zweifellos erblich, zumindest teilweise. Das Phänomen bildet sich anscheinend auf viel komplexere Art heraus als bisher vermutet.
© Cary Wolinsky
Einen langen Atem braucht Robert Plomin für seine Forschung. Der amerikanische Psychologe und Verhaltensgenetiker, der am Institut für Psychiatrie des Londoner King’s College arbeitet, möchte das Wesen der Intelligenz ergründen. Vor Jahren schon initiierte er eine Langzeitstudie, in der er seitdem die geistige Entwicklung von weit über 20 000 Kindern verfolgt. Die Jungen und Mädchen müssen in regelmäßigen Abständen Fragen beantworten wie: "Was ist bei Wasser und Milch gleich?" oder: "In welcher Richtung geht die Sonne unter?" Früher geschah das im direkten Gespräch oder per Telefon. Inzwischen sind viele der jungen Teilnehmer Teenager, und sie bearbeiten die Tests per Internet.

Wenn man so will, erbrachte die Studie durchaus wichtige Zusammenhänge. Alle Kinder, die mitmachen, sind Zwillinge – anfangs 15 000, heute noch 13 000 Paare aus den britischen Jahrgängen 1994 bis 1996. Die Daten zeigen: Tendenziell haben eineiige Zwillinge durchgehend ähnlichere Messwerte als zweieiige. Letztere wiederum gleichen einander in ihrer Intelligenz im statistischen Mittel mehr als nicht miteinander verwandte Kinder. Für die Wissenschaftler besagen diese Ergebnisse – wie auch weitere Studien –, dass Gene einen bedeutenden Anteil daran haben, wie Kinder in Intelligenztests abschneiden.

Intelligenzforscher Robert Plomin möchte aber mehr wissen…
Juli 2009

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Juli 2009

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