Freitag, 13. April 2029: Eine Stunde nach Sonnenuntergang beobachten Amateurastronomen in ganz Westeuropa und Nordafrika, wie ein »Stern« dritter Größe im Sternbild Krebs sich langsam Richtung Westen bewegt. Es ist kein künstlicher Satellit, sondern ein Gesteinsbrocken mit 320 Meter Durchmesser. Sein Name: Apophis! Mit fast einem Grad pro Minute ungewöhnlich schnell, zieht er vor dem Fixsternhimmel dahin. Sein Abstand von der Erdoberfläche entspricht dabei ziemlich genau jenem der geostationären Satelliten. Obwohl er im Jahr 2029 keine aktuelle Bedrohung für uns darstellt, sorgt Apophis doch unter Astronomen auf der ganzen Welt für Aufregung. Denn nicht dieses knappe Vorüberziehen von Apophis im Jahr 2029 bereitet uns heute Sorgen, sondern die Möglichkeit eines Einschlags nur sieben Jahre später. Forscher und Politiker streiten derzeit über geeignete Gegenmaßnahmen zur Abwehr dieser seltenen, aber realen weltweiten Bedrohung.