Der Andromedanebel ist eines der beeindruckendsten Objekte am Nordhimmel. Mit bloßem Auge betrachtet, erscheint er als blasser Fleck, ungefähr halb so groß wie der Mond, rund zwanzig Grad vom leuchtenden Band der Milchstraße entfernt. Obwohl man ihn wahrscheinlich schon in der Antike kannte, stammt der erste schriftliche Hinweis aus dem 10. Jahrhundert: In seinem »Buch der Fixsterne« nannte ihn der persische Astronom Abd al-Rahman al-Sufi »die kleine Wolke beim Mund des großen Fischs«. In Wirklichkeit ist der Andromedanebel (M 31) eine gigantische Spiralgalaxie, eine Insel aus hunderten Milliarden Sternen. Sein Abstand von uns beträgt rund 2,5 Millionen Lichtjahre und er ist das am weitesten entfernte Objekt, das wir noch ohne optische Hilfsmittel betrachten können. Seine Lichtstrahlen begannen ihre Reise ziemlich genau zu dem Zeitpunkt, als die ersten Menschen die Erde bevölkerten (»Altes Licht«, AH November 2006, S. 20).