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Interview: "Ich schätze die Anarchie in der Wissenschaft"

Der Aachener Physiker Michael Krämer sucht am Genfer Teilchenbeschleuniger LHC nach neuen Naturgesetzen. Ein Gespräch über die aufwändige Suche nach Erkenntnis, den Wert philosophischen Reflektierens und die größten offenen Fragen der Physik.
Michael Krämer, Professor für theoretische Teilchenphysik an der RWTH Aachen.

Herr Professor Krämer, 2012 haben Physiker am Large Hadron Collider (LHC) am Genfer Kern­forschungszentrum CERN ein neues Elementarteilchen entdeckt. Sie und Ihre Kollegen halten es für das Higgs-Teilchen, den letzten fehlenden Baustein des Standardmodells der Teilchenphysik, das die Kräfte und Teilchen im Mikrokosmos beschreibt. Wie sicher sind Sie sich?

Erst einmal würde ich sagen, dass wir ein Higgs-Teilchen gefunden haben. Möglicherweise ist es nicht das Higgs-Teilchen des Standardmodells, beziehungsweise vielleicht gibt es noch weitere Higgs-Teilchen, die dann aber von einer anderen Theorie als dem Standardmodell beschrieben werden. Zu der Frage, wie sicher ich mir bin: Ich habe Vertrauen in die Qualitätskontrolle am LHC ...

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Spektrum der Wissenschaft – Kosmisches Rätsel - Galaxien ohne Dunkle Materie

Dunkle Materie gilt als unverzichtbar für die Entstehung von Galaxien – doch inzwischen wurden mehrere Systeme ohne sie entdeckt. Was bedeutet das für die bisherigen Modelle? Der zweite Teil der Serie »Intelligenz aus zwei Welten« widmet sich der Frage, ob wir eigentlich noch verstehen, was wir erforschen, wenn künstliche Intelligenz eingesetzt wird. Passend dazu hinterfragt ein Kommentar kritisch den Umgang mit KI-Tools in der Wissenschaft. Außerdem berichten wir über umstrittene Fossilien aus Gabun und über aktuelle Versuche von Biophysikern, künstliches Leben zu erzeugen.

Spektrum - Die Woche – Warum der Ball der Fußball-WM gar nicht so rund ist

Der »rundeste Ball aller Zeiten« für die Fußball-WM 2010 verhielt sich zum Leidwesen der Spieler, nicht so wie sie es gewohnt waren. Lesen Sie warum perfekte Kugeln nicht immer von Vorteil sind und welche Bedenken der aktuelle, von einem Tetraeder abgeleitete, WM-Ball »Trionda« aufwirft.

Sterne und Weltraum – Artemis II: Wie erfolgreich war die Mission zum Mond?

Mit dem Artemis-Programm, das 2022 mit der unbemannten Testmission Artemis I begann, strebt die NASA eine erneute Landung von Menschen auf dem Mond an. Mit der nun bemannten und erfolgreich abgeschlossenen Mondumrundung von Artemis II hat sie einen weiteren Meilenstein erreicht – noch nie waren Menschen weiter ins All vorgedrungen. Wir zeigen die Highlights der Mission und geben einen Ausblick. Weiter berichten wir über die Pläne der ESA bis 2035 ein Interferometer zur Messung von Gravitationswellen im Weltraum zu installieren – LISA, sowie von der darüber hinaus schon geplante Weiterentwicklung LISAmax. In unserem Praxisteil lesen Sie über die in der Amateurszene noch wenig verbreitete Spektroheliografie zur Sonnenbeobachtung und deren Möglichkeiten.

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