Sassafras war äußerst ungehalten. Die Frau sollte längst zu Hause sein. Sassafras bezog Position im Flur, um sowohl die Eingangstür im Auge zu behalten als auch den Wäscheraum, wo der leere Futternapf wartete.

Ihre Sorge wuchs, während die Stunden vergingen. Sie putzte sich fünfmal gründlich das Fell und verließ sogar kurz ihren Beobachtungsposten, um ein bisschen Trockenfutter zu naschen; auch diese Speise wurde gefährlich knapp. Nach dem Imbiss ging sie wieder auf Wache.

Sassafras spielte mit dem Gedanken, sich aufzuraffen und ihre Wut an den Gardinen auszulassen. Das Türschloss klapperte. Die Katze sprang auf; ihr Fell glich einer flauschigen weißen Wolke. Die Frau taumelte herein und schlug die Haustür hinter sich zu. Ohne Sassafras eines Blickes zu würdigen – Frechheit! –, lief sie zur Toilette. Die Katze schaute verzweifelt zum Wäscheraum und folgte ihr. …