Ob morgens beim Bäcker, in der Straßenbahn oder am Arbeitsplatz: Ständig begegnen wir anderen Menschen und können meist blitzschnell ihre momentane Stimmung einschätzen. Hierbei helfen uns verschiedene nonverbale Signale, die das Gegenüber bewusst oder unbewusst aussendet. Ein Lächeln, traurig niedergeschlagene Augen oder ein grimmig verzogener Mund sagen häufig mehr als tausend Worte. Die Stimme – brüchig oder fest, flüsternd oder laut – liefert weitere Hinweise. Hinzu kommt die Körperhaltung: Häufig lässt sich schon am schlurfenden Gang oder an der Leichtigkeit des Schritts erkennen, wie es dem anderen geht.
Binnen Millisekunden verknüpft unser Gehirn all diese unterschiedlichen Informationen zu einem Gesamteindruck. Das geschieht völlig automatisch, ohne dass wir uns dessen bewusst werden. Doch wo und wie werden diese Signale zusammengefügt? Denn nur mittels einer solchen multisensorischen Integration können wir uns ein umfassendes Bild der Stimmungslage anderer machen …