Wenn sich im Herbst die Athleten des Cybathlon 2016 zum Sportwettkampf treffen, dreht sich alles um die richtige Technik: Menschen mit Querschnittslähmung radeln um die Wette oder durchlaufen einen Hindernisparcours. Träger künstlicher Arme beweisen Fingerfertigkeit in Alltagsdingen wie Brotschneiden oder Wäscheaufhängen. Und beim "Brain-Computer Interface Race" lotsen Menschen, denen nur die Kraft der Gedanken geblieben ist, mit Hilfe ihrer Gehirnströme einen Avatar durch eine virtuelle Welt. Möglich machen das neu entwickelte Systeme, die Menschen mit Behinderung bei der Bewältigung ihres Lebens helfen.

Welches Team die beste Technik entwickelt hat, soll sich in den sechs verschiedenen Disziplinen erweisen, die sich die Organisatoren um Robert Riener von der ETH Zürich für den "Cybathlon" ausgedacht haben – den ersten Wettkampf für Athleten mit Behinderungen und technischen Assistenzsystemen. Das Besondere: Einige der Hilfsmittel werden allein mit Hilfe von Gedanken gesteuert. Denn die Zeiten, in denen die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine ausschließlich im Drücken von Knöpfen bestand, sind vorbei. Mit manchen Geräten können wir heute sprechen, andere reagieren auf Gesten. Die Gehirn-Computer-Schnittstelle, englisch auch Brain-Computer-Interface oder kurz BCI genannt, ist die direkteste Form der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine …