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Geteiltes Erbe

Für ihr Buch »Nofretete. Eine deutsch-französische Affäre. 1912 – 1931« hat die französische, in Berlin lehrende Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy in Pariser Archiven teils unbekannte Akten rund um den Fund der Büste entdeckt. Im Gespräch mit epoc appelliert sie an die Verantwortung aller beteiligten Nationen für die Kulturgüter.
Geteiltes Erbe

epoc: Ludwig Borchardts Protokolleintrag vom 6. Dezember 1912 »Arbeit ganz hervorragend. Beschreiben nützt nichts, ansehen« erweckt den Eindruck, dass der Ägyptologe von Anfang an die große kunsthistorische Bedeutung der Nofretete­büste erkannt hatte. Hätte das bei der Fundteilung mit dem ägyptischen Antikendienst im Jahr 1913 nicht auch dem verantwortlichen Inspektor Gustave Lefebvre auffallen müssen? Hat Borchardt den französischen Forscher bewusst getäuscht?

Savoy: Diese Frage ist oft und gerne so beantwortet worden: Ja, er hat getäuscht. Allerdings ist das eine Antwort, die auf Legenden beruht und nicht auf Fakten. Damals haben selbst die Beamten im Antikendienst, also Gustave Lefebvre und sein Chef, Pierre Lacau, klar gesagt, sie hätten einen Fehler gemacht. Auf den ersten Blick ist das kaum zu glauben, weil er so gravierend war …

04/12

Dieser Artikel ist enthalten in epoc 04/12

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