Frau Dr. Özsöz, was charakterisiert ein typi­sches Hassverbrechen?
Darunter versteht man Straftaten gegen Mit­glieder von Bevölkerungsgruppen, die von den Tätern gehasst, abgelehnt oder für minderwertig befunden werden. Das Opfer wird also nur deshalb zum Opfer, weil es beispielsweise homo­sexuell oder obdachlos ist oder weil man ihm seinen jüdischen Glauben oder seine ausländische Herkunft ansieht. Man spricht deshalb auch von Vorurteilsverbrechen: Das Tatmotiv entspringt nicht etwa einem persönlichen Konflikt, sondern das Opfer steht stellvertretend für eine Gruppe.
Woran erkennen Ermittler, dass eine Gewalttat auf Hass oder Vorurteilen gründet?
Im Mittelpunkt steht das Tatmotiv …