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Spektroskopie

Madonna mit Schildlauslack

Eine spektroskopische Methode zum Nachweis organischer Farbstoffe in Geweben lässt sich jetzt auch auf mikroskopisch kleine Proben von wertvollen Gemälden und Skulpturen anwenden. Das Verfahren verhalf bereits zu interessanten kulturhistorischen Erkenntnissen.
Madonna
Künstlerische Zeugnisse vergangener Zeiten, von den Grabbeigaben der Pharaonen bis zur Malerei der letzten Jahrhunderte, sind nicht nur schön anzusehen, sondern können auch Aufschluss über die Kultur- und Technikgeschichte geben. So ist es interessant zu erfahren, welche Farbstoffe wann und wo verwendet wurden und woher sie kamen. Das erlaubt Rückschlüsse sowohl auf die technischen Fertigkeiten der jeweiligen Künstler einer Kulturepoche wie auf einstige Handelsverbindungen. Diese Art der Untersuchung von Kunstwerken stellt die Analytik aber teils vor große Herausforderungen. Bei wertvollen Museumsschätzen ist natürlich zu gewährleisten, dass kein Schaden entsteht. Falls dennoch eine Probe entnommen werden muss, sollte sie unsichtbar klein sein.

Als zerstörungsfreie Analysemethode bietet sich die Raman-Spektroskopie an. Dabei richtet man einen Laserstrahl auf den interessierenden Gegenstand und ermittelt Änderungen in der Wellenlänge des Streulichts, die durch Wechselwirkung mit dem Objekt entstanden sind. Anorganische Pigmente lassen sich auf diese Weise gut identifizieren. Schwierigkeiten bereiten dagegen…
November 2009

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft November 2009

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