"Ohne die Mediation würden wir wahrscheinlich gar nicht mehr miteinander reden", sagt Monika F. (44). Ihr 19-jähriger Sohn Peer nickt. "Wir haben jetzt ein viel besseres Verhältnis als vorher", sagt er. Und auch wir ­Mediatorinnen sind zufrieden ­­- unsere Be­mühungen haben offenbar gefruchtet. Ein Familienberater hatte der allein Erziehenden den Kontakt zu uns vermittelt, weil die wiederkehrenden Streitigkeiten zwischen Mutter und Sohn wohl nur durch eine moderierte Aussprache auf Augenhöhe zu klären waren. Nachdem alle Gesprächsversuche der beiden in den vergangenen Wochen mit gegenseitigen Vorwürfen und knallenden Türen geendet hatten, bot sich eine Begleitung durch einen neutralen Dritten an. Nach dem letzten, heftigen Streit war Peer sogar zu einem Freund gezogen. Auf Monikas Bitte hin ließ er sich auf eine Media­tion ein.
In der ersten gemeinsamen Sitzung stellen wir Monika und Peer das phasenorientierte Mediationsmodell vor …