Es ist nun schon 25 Jahre her, dass bei unserer Zeitschrift zum letzten Mal ein namentlich gezeichneter Forschungsartikel zur Veröffentlichung eingereicht wurde. Anlässlich dessen möchten wir rückblickend eine Frage wieder aufnehmen, die schon damals breit diskutiert wurde: Welche Rolle spielen menschliche Wissenschaftler in einer Ära, in der kein Mensch mehr wirklich verstehen kann, was die neuesten Resultate bedeuten?

Ohne Zweifel erinnern sich viele unserer Leser noch an Artikel, deren Autoren die ersten Personen waren, welche die darin beschriebenen Resultate gewonnen hatten. Doch sobald Metamenschen die experimentelle Forschung zu dominieren begannen, machten sie ihre Entdeckungen nur noch über digitalen Neuraltransfer (DNT) zugänglich. Den Fachjournalen blieb die Aufgabe, Berichte aus zweiter Hand zu publizieren – Übersetzungen in die menschliche Sprache.

Ohne DNT konnten Menschen weder aktuelle Ergebnisse der Grundlagenforschung vollständig begreifen noch die neuen Forschungswerkzeuge sinnvoll nutzen. Unterdessen vervollkommneten die Metamenschen den digitalen Neuraltransfer und bedienten sich seiner immer mehr. Zeitschriften für menschliche Leser dienten nur noch der Popularisierung – und das gelang ihnen schlecht, denn selbst die brillantesten Köpfe verstanden die Übersetzung der neuesten Ergebnisse kaum. …