Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten von Spektrum der Wissenschaft frei zugänglich.
Neuronale Netze

Revolution für die Wissenschaft?

Ein Konzept aus den 1980er Jahren nimmt durch neue Entwicklun­gen in der Computer-Hardware einen kometenhaften Aufschwung. Vielschichtige, "tiefe" neuronale Netze revolutionieren nicht nur die Bild­erkennung und die Datenanalyse, sondern gewinnen inzwischen auch wissen­schaftliche Erkenntnisse.
Aus einem Bild, das wegen viel zu geringer Pixelzahl (Mitte) das Original (links) nur mangelhaft wiedergibt, errechnet ein neuronales Netz Rekonstruktionen (rechts), die dem Original nahekommen.

Am 15. März 2016 musste sich Lee Sedol, einer der weltbesten Go-Spieler, einer Maschine geschlagen geben. AlphaGo, eine künstliche Intelligenz aus dem zu Google gehörenden Unternehmen DeepMind, hatte in einem geradezu historischen Turnier vier von fünf Spielen gewonnen. Obendrein ist AlphaGo jüngst selbst geschlagen worden – von seinem verbesserten Nachfolger AlphaGoZero (siehe den Artikel S. 22).

Spätestens seit diesem Ereignis ist offensichtlich, dass die künstliche Intelligenz aus ihrem langen Winterschlaf erwacht ist. Inzwischen überschlagen sich die Meldungen über Anwendungen, die bis vor kurzem noch der Sciencefiction zugeschrieben wurden. Die Technik, deren Verbesserung diesen rasanten Fortschritt möglich gemacht hat, ist unter dem Namen "künstliches neuronales Netz" oder auch einfach "neuronales Netz" bekannt.

Bereits wenn man eine Suchmaschine wie Google bittet, Bilder anhand einer Beschreibung in Worten zu finden, leisten neuronale Netze die wesentliche Arbeit. Doch weiterentwickelte Systeme, die generativen neuronalen Netze, gehen noch weit darüber hinaus: Sie erzeugen aus einer textuellen Beschreibung annähernd fotorealistische Bilder, die der Beschreibung entsprechen, bis dahin aber noch nicht existierten (Bilder S. 16/17 und 20). Sie malen sich diese Bilder gewissermaßen selbstständig im Geiste aus …

Januar 2018

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Januar 2018

Kennen Sie schon …

Künstliche Intelligenz - von Maschinen und Menschen

Spektrum Kompakt – Künstliche Intelligenz - von Maschinen und Menschen

Werden Maschinen irgendwann das Ruder übernehmen? Die Fortschritte in der künstlichen Intelligenz sind beeindruckend - und für manche auch Besorgnis erregend. Wo steht die Forschung, wo liegen Chancen und Risiken?

Dossier 1/2015

Gehirn&Geist – Dossier 1/2015: Digitale Revolution

Bildgebung: Forscher machen Nervengewebe unsichtbar • Großrojekte: Europäer und Amerikaner im Wettrennen ums Gehirn • Neurochips: Künstliche Nervenzellen im Computer

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Vielen Dank!

  • Quellen