Ein Auto fliegt durch eine Wand aus Flammen. Lautes Sirenengeheul und spitze Schreie erfüllen die Luft. Menschen irren kreuz und quer durcheinander, jeder will sich selbst in Sicherheit bringen und achtet keine Sekunde darauf, ob andere vielleicht Hilfe brauchen. Szenen dieser Art kennen wir aus zahlreichen Katastrophenfilmen – und nicht zuletzt Hollywood hat unsere Vorstellung davon geprägt, wie sich größere Menschenmengen in Gefahrensitua­tionen verhalten. Doch entspricht das auch der Realität?
Überraschenderweise zeigen etwa Straßenszenen in New York nach den Attacken vom 11. September 2001 ein anderes Bild: An den Aufnahmen, wie man sie zuhauf im Internet findet, fällt auf, dass die flüchtenden Passanten immer wieder Zweier- oder Dreiergruppen bildeten, die bei aller Furcht und Eile relativ gesittet und koordiniert handelten …