An einer Stelle in Leo Tolstois großem Roman "Anna Karenina" heißt es: "Nachdem er … seine Finger, einen nach dem andern, nach unten ineinandergestreckt hatte, zog er, und die Finger knackten in den Gelenken. Diese Geste – eine üble Angewohnheit – hatte stets eine beruhigende Wirkung auf ihn ausgeübt und ihm das Gleichgewicht wieder verliehen, das ihm auch jetzt so notwendig war."

Dass Anna Karenina die Angewohnheit ihres Mannes nicht leiden konnte, überrascht kaum: Vielen klingen die Knackgeräusche unangenehm laut und gefährlich im Ohr, auch wenn sie in der Regel nicht mit Schmerzen einhergehen. Nicht jedem ist aber klar, dass die Finger eine ganze Weile stumm bleiben, nachdem sie einmal geknackt haben – so, als würde sich ihr ursprünglicher Zustand nur langsam wieder einstellen. …