Denkt man an Meteoriteneinschläge, so kommen einem unweigerlich die kosmischen Eisen- und Gesteinsbrocken in den Sinn, die vor allem in den Wüsten und Eisgebieten dieser Erde geborgen werden und in seltenen Fällen bis zu mehreren Tonnen wiegen. Dennoch gehören all diese Meteoriten zu den kleinen Besuchern aus dem All, die auf die Erde fallen. Seit ihrer Entstehung vor mehr als 4,5 Milliarden Jahren erlebte die Erde im Verlauf der Zeit unzählige große und kleine Einschläge aus dem Weltall. Ihre kosmischen Narben sind mittlerweile in den meisten Fällen durch Verwitterung und Abtragung, tektonische Aktivität oder Überdeckung praktisch von der Erdoberfläche verschwunden.

Im Gegensatz zum pockennarbigen Mond sind heute auf der Erde nur rund 180 solcher Impaktstrukturen unterschiedlicher Größe und verschiedenen Alters bekannt. Als wohl prominentestes Beispiel wurde der gigantische Meteoriteneinschlag, der am Ende der Kreidezeit vor rund 66 Millionen Jahren auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán stattfand und für das Aussterben der Dinosaurier und anderer Lebewesen verantwortlich gemacht wird, lange diskutiert…