Die größten wissenschaftlichen Revolutionen werden oft von den kleinsten Unstimmigkeiten ausgelöst. Im 16. Jahrhundert zog Kopernikus aus Feinheiten der Himmelsbewegungen, die vielen Zeitgenossen als unerheblich galten, den Schluss, die Erde liege nicht im Mittelpunkt des Alls. In unserer Epoche kündigte die Entdeckung des beschleunigten Universums vor elf Jahren eine weitere Revolution an. Aus einer winzigen Abweichung in der Helligkeit explodierender Sterne folgerten die Astronomen, sie hätten keine Ahnung, woraus 70 Prozent des Kosmos bestehen. Sie konnten nur feststellen, dass der Raum anscheinend von einer ganz unvergleichlichen Substanz erfüllt wird, welche die Expansion des Universums nicht bremst, sondern vorantreibt. Diese Substanz erhielt den Namen Dunkle Energie.

Inzwischen ist ein Jahrzehnt vergangen, und die Dunkle Energie gibt noch immer so viele Rätsel auf, dass einige Kosmologen die grundlegenden Postulate, aus denen ihre Existenz gefolgert wurde, in Zweifel ziehen. Eines dieser Postulate ist das Ergebnis…