Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten von Gehirn&Geist frei zugänglich.
Autosuggestion

Willensstärke gegen Kartoffelstärke

Kraft unserer Gedanken können wir den Appetit auf leckeres Essen zügeln. Als ultimative Abnehmmethode taugt diese Strategie jedoch leider nicht, erklärt der Mediziner und Kabarettist Eckart von Hirschhausen.
Satt gedacht

"Imagine" ist einer der größten Hits von John Lennon. "You may say, I am a dreamer. But I'm not the only one." Und dazu diese schöne, langsame, melancholische Musik, die einen immer wieder dazu bewegt, sich eine bessere Welt wenigstens vorzustellen. Wer weiß, vielleicht haben auch die Wissenschaftler der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, Pennsylvania, an diesen Song gedacht, als sie ihre Studie entworfen haben. Mit dem kleinen Unterschied, dass die Testpersonen sich keine bessere Welt vorstellen sollten, sondern M&M's. Was für mich ehrlich gesagt auf das Gleiche hinausläuft. An eine Welt ohne Ländergrenzen, ohne Religion und ohne Himmel könnte ich mich leichter gewöhnen als an eine Welt ohne schokoladenummantelte Erdnüsse.
Im Hellen kaufe ich immer nur die kleinen Tütchen, aber wozu gibt es Kinos, wenn nicht für den hemmungslosen Konsum von Junkfood in Eimern und im Dunkeln? Dort kann ich ohne Mühe ein Kilo von dem Zeug verspeisen – bevor der Hauptfilm überhaupt erst begonnen hat. Mir läuft jetzt schon wieder das Wasser im Mund zusammen, wenn ich daran denke.
Aber Wissenschaft heißt ja, nicht von sich auf andere zu schließen, sondern von vielen anderen auf sich. So wie in dieser Studie, die in "Science" veröffentlicht wurde …

12/2012

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 12/2012

Kennen Sie schon …

Spezial Biologie - Medizin - Hirnforschung 4/2017

Spektrum der Wissenschaft – Spezial Biologie - Medizin - Hirnforschung 4/2017: Die geheimnisvolle Welt der Gifte

Ernährung: Warum Gift in Gemüse gesund ist • Chemieprodukte: Wie sehr sie unsere Umwelt wirklich belasten • Trinkwasser: Wenn das Unheil aus dem Boden kommt

November 2017

Spektrum der Wissenschaft – November 2017

In dieser Ausgabe ergründet Spektrum der Wissenschaft die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Sport und Körpergewicht. Außerdem: Anpassung an tödliche Lebensräume, Cassini und die Hügel der Salzsiedler.

Nachhaltigkeit - Nahrung und Energie für die Zukunft

Spektrum Kompakt – Nachhaltigkeit - Nahrung und Energie für die Zukunft

Ökologisch, fair, nachhaltig: so müssen wir mit unseren Ressourcen umgehen, sonst droht der Umweltkollaps. Wie können wir aber unseren unseren Energie- und Nahrungsbedarf umweltschonend decken, und gleichzeitig ärmeren Ländern dabei helfen, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen?

Lesermeinung

1 Beitrag anzeigen

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Vielen Dank!

  • Quellen und Literaturtipp

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus:
von Hirschhausen, E.: Wohin geht die Liebe, wenn sie durch den Magen durch ist? Rowohlt, Reinbek 2012


Quellen

Baumeister, R.: Die Macht der Disziplin: Wie wir unseren Willen trainieren können. Campe, Frankfurt am Main, 2012

Morewedge, C.: Thought for Food: Imagined Consump­tion Reduces Actual Consumption. In: Science 330, S. 1530-1533, 2010